Eine Woche nach dem Beben

Gut eine Woche ist nun seit dem großen Beben vergangen. Es wurde viel berichtet, über das Leid der Betroffenen, über die Hilfsbereitschaft der internationalen Gemeinschaft und nicht zuletzt auch über die chaotischen Organisationsversuche der nepalischen Regierung.

Sicherlich stimmt das alles, wenn wir auch im Hinblick auf die Überforderung der dortigen Behörden darauf hinweisen wollen, dass Nepal eben leider zu den ärmsten Ländern der Welt gehört und daher natürlich nicht über unseren Standard an Organisation und Infrastruktur verfügt. Dazu liegt das Katastrophengebiet noch im Hochgebirge, was seinerseits die Rettungsarbeiten für alle Beteiligten enorm erschwert.

Eines ist uns durch unsere Kontakte im Land aber ganz besonders aufgefallen: Bereits innerhalb der ersten Tage nach dem Beben begannen die Einwohner, sich selbst zu organisieren und zu helfen. Über Facebook und andere soziale Medien wurden Hilfsgesuche und -angebote ausgetauscht, internationale Teams an besonders dringende Einsatzstellen dirigiert und natürlich auch nach vermissten Personen gesucht.
Dieses Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber einem vorher unbekannten Personen ist absolut bewundernswert! Dies zeigt, dass Menschen in schweren Zeiten eben doch zusammenrücken. Die einzige Frage die bleibt ist, warum es meistens einer Katastrophe bedarf, um diese Solidarität hervorzubringen…